Der Einzelne

Ist die Gesellschaft für den Einzelnen noch von Belang? Nicht nur Soziologen, Philosophen und Botschafter müssen sich mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Die Probleme gehen jeden etwas an, der sich in der Gesellschaft bewegt. Politikern, Vorständen und Journalisten kommen dabei wichtige Aufgaben zu, aber sie allein bilden nicht die Gesellschaft. Eine Gemeinschaft kann nur dann gut funktionieren, wenn möglichst viele daran mitarbeiten. Nun stellt sich die Frage: Ist es heute noch möglich, nicht nur für sich selbst zu arbeiten? Sich neben der eigenen Karriere auch für andere einzusetzen? In der ehemaligen DDR stand die Karriere des Einzelnen meistens fest: jeder sollte arbeiten. Alle waren gleich arm. Es gab keinen Wettbewerb, der den Markt regulierte. Planwirtschaft war angesagt. Das es so nicht funktioniert hat, wissen wir heute. In einer Demokratie kann jeder frei entscheiden, wie viel er zur Gemeinschaft beitragen möchte. Gesellschaftliche Themen dürfen heute diskutiert werden. Wir verlassen uns darauf, dass sich der Einzelne in die Gesellschaft einfügt.